Der Dorfladen
Bis ins 19. Jahrhundert versorgte sich das Dorf weitgehend selbst; nach Lebus, Küstrin oder Frankfurt (Oder) lief oder fuhr man nur selten. Gegen Ende des Jahrhunderts gab es dann neben Schmiede, Mühle und Gasthof auch einen Tischler, einen Stellmacher, eine Fleischerei — und einen Lebensmittelladen, im Sprachgebrauch der Zeit einen KolonialwarenWaren aus Übersee, die kein Dorf selbst herstellen konnte: Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Gewürze, Reis, Tabak. Ein Kolonialwarenladen führte sie neben allem anderen — er war schlicht der Laden des Dorfes.. Er stand im nördlichen Teil des Dorfes. Als der im Februar 1945 von Norden her genommen wurde, lag dort alles in Trümmern: Schulhaus, Spritzenhaus, Schmiede, Laden, Fleischerei, Tischlerei und Stellmacherei gab es danach nicht mehr.